Mittwoch, 11. Juni 2025
„Der Reisläufer und das Blutgericht von Zürich“ von Peter Neumann
Der Autor wird aus seinem soeben erschienenen Roman vorlesen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger Rebbauernsohn aus Küsnacht, der 1515 als Söldner nach Italien zieht und dort in die Wirren der Mailänderkriege gerät. Dabei ist auch die Zunftstadt Zürich, welche zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Herrschaft über die Zürcher Landschaft ausübt, ein zentraler Ort des Geschehens. Denn die städtische Obrigkeit sieht sich auf Drängen der Landgemeinden hin gezwungen, einen Prozess gegen die Schuldigen für die Niederlage von Marignano durchzuführen. Und da die Zunftmeister und Bürgermeister auch als Richter amten, spielen sie im Buch eine tragende Rolle. Im Laufe des Gerichtsverfahrens zeigen sich die tiefen Gräben, die sich in der Stadt zwischen den Befürwortern des Soldwesens und den Gegnern der Reisläuferei gebildet haben.
Der Roman orientiert sich zur Hauptsache an realen Biografien und Ereignissen. Peter Neumann hat sich bei aller fiktionalen Freiheit bemüht, den Charakter und das Handeln der Romanfiguren sowie die Beschreibung der historischen Abläufe möglichst auf verbürgte Informationen und Quellen zu stützen.


